Ein steifer Biswind und Kürbisse mit einem Meter Durchmesser  

Willhelm Tell Man trifft sich am späten Vormittag auf dem Bahnhof Oerlikon und lässt sich nach Pfäffikon (Kanton Zürich) - die S5 fährt auch nach Pfäffikon (Kanton Schwyz) - chauffieren.

Rütlischwur Ankunft in Pfäffikon: Es liegt immer noch etwas Hochnebel in der Luft und ist empfindlich kalt. Halstücher und Windjacken können nicht im Rucksack verstaut werden. Das Septett Isabelle, Monika, Rita, Manda, Sonia, Reto und Willi setzt sich trotzdem Richtung Pfäffikersee in Bewegung – plötzlich begleitet von Sonnenschein - der den Pfäffikersee in einem Azurblau erscheinen lässt. Weil es aber immer noch empfindlich kalt ist, geben die Wanderer «anständig» Gas, denn der Marsch um den See ist auf der Tafel mit zweieinhalb Stunden angezeigt...

Alphornbläser Isabelle hat zwar deutsch und deutlich gesagt, dass wir bei Jucker, dem berühmten Kürbisbauer in Seegräben einen Verpflegungshalt einschalten und die imposante Ausstellung zum Thema Schweiz betrachten, doch hat dies ein Duo offensichtlich total vergessen und arbeitet einen Vorsprung von einigen Minuten heraus. Zu allem übel übersieht die eilige Vorhut den an sich unübersehbaren Wegweiser zu den Kürbissen und muss per Handy zurückgepfiffen werden. «Immerhin haben wir drei Kilometer mehr zurückgelegt als ihr», erklärt das Duo, dessen Namen des Sängers Höflichkeit hier verschweigt.

Was hält den Reto da in der Hand? Imposant ist die Ausstellung bei Juckers. Ein Kürbis mit gut einem Meter Durchmesser, ein anderer nicht viel kleiner, Hunderte von Sorten – essbare, giftige – sind ausgestellt, der Rütlischwur mit Kürbissen gestaltet, ein Murmeltier, Heidi und Geissenpeter vor dem Stall des Alp-Öhis, ein Alphornbläser, ja sogar das Matterhorn – reine Kunstwerke, alle gestaltet mit Kürbissen. Im Hofladen stehen Kolonnen vor den Kassen – es ist eben Ferienzeit – Willis Kürbiscrèmesuppe ist kalt, als er endlich zur Kasse kommt, vor Reto breitet eine Dame ihr Münz auf der Theke aus, will mit Euro zahlen und kennt den Kurs nicht, ein Tohuwabohu, dass jedoch die gute Laune der LA-Wanderer nicht zu trüben vermag. Die einen konsumieren etwas Süsses, andere kaufen äpfel oder stöbern in den Souvenirs.

Die Pfäffikergruppe Dann geht es raschen Schrittes weiter um den See. Je kälter es wird, desto rascher werden die Schritte, da die einen noch eine Schoggifabrik in Illnau besuchen wollen. Die beiden Herren jedoch verabschieden sich von den Damen und bevorzugen ein Raclette und ein Gläschen Epesses in Pfäffikon beim Holzofen. Tschüss mitenand – vielleicht sieht man sich in der S-Bahn wieder. Dem ist aber nicht so, so dass die Damen und die Herren die Heimfahrt in verschiedenen S-Bahnen erleben. Ob kalte Nasenspitze, kalte Kürbiscrèmesuppe, Schoggi, Raclette, Weisswein oder halbstündige «getrennte» Rückfahrt zum Abschluss, das sportlich/kameradschaftliche Erlebnis bleibt in bester Erinnerung.

Text und Fotos: Willi