Bäntalwanderung

Unsere Geschichte fängt am Bahnhof Oerlikon auf Gleis 6 an. Treffpunk war 08:45 und Abfahrt 08:54 nach Winterthur. Gut gelaunt sassen wir im Zug und waren schon gespannt, wo Isabelle uns hinführen wird.

In Winterthur gab es die erste überraschung:
Drehte Otto die Folge 3 von seinen 7 Zwergen oder war schon wieder Fasnacht? Da stand doch tatsächlich eine Gruppe Zwerglein, ein edler Geschäftsmann aus früheren Zeiten und da kamen noch mehr Verkleidete. Was auch immer los war, es war eine witzige Begegnung.

Nun stiegen wir in einen Stadler-Thurbo und liessen uns nach Kollbrunn fahren. Dort angekommen ging es gemütlich los. Kommt alle da rüber, von hier sieht man den schönen Holzbalkon mit den prächtigen Blumen viel besser. Fast nicht zu glauben, dass es so einen schönen Vorbau bei uns hier unten gibt. Man glaubte im ersten Moment, man sei in einem Bergdorf angelangt.
Unser Spaziergang ging nun weiter zum Friedhof Kollbrunn. Beim überqueren der Strasse fluchte ein Autofahrer wie ein Rohrspatz, weil er anhalten musste. Ist aber auch ein blöder übergang, hat es doch nicht einmal einen Zebrastreifen!
Foto von der Wandergruppe Am Friedhof angekommen, warteten wir auf Daniel und Celia, die mit dem Auto nach Kollbrunn kamen. Diese frühe Rast bescherte mindestens einem von uns eine absolute Weltpremiere: Auf dem Friedhof gab es ein WC!
Dies konnten wir noch nutzen, bevor es richtig los ging.

Das Dutzend war voll und schon ging es ordentlich steil durch den Wald bergauf. Als wir aus dem Wald kamen, lag eine herrliche Ebene mit vielen Feldern und Bauernhäusern vor uns. War das nun eine Wanderung oder eine Safari? Die anfängliche Bewölkung hatte sich aufgelockert und die Sonne strahlte mit uns um die Wette. Heiss, heisser, Vogelstrauss! Es war keine Safari und keine Fata Morgana, nein es gibt doch wirklich eine Straussenfarm in Oberlangenhard. Da musste sich der Nachbar was einfallen lassen und so steht gleich daneben der Hof vom Eiertom, ein Solarbauer mit grosser Hühnerfarm.

Das Ziel für die Mittagspause war der Garten, aber auf den Wegweisern stand nirgends was davon. Macht nichts, immer Richtung Schauenberg halten, dann sind wir schon richtig. Weit kann es nicht mehr sein, knurrte doch schon bei vielen der Magen. Wie dem auch sei, über einen schönen Wurzelweg ging es durch den schattigen Wald bis wir plötzlich an eine Lichtung kamen. Das muss er sein, der Garten! Eine schöne Wiese, ein paar Obstbäume und ein Bauernhof lagen vor unseren Füssen. Obwohl wir die Wanderung extra am Samstag durchführten, war es leider trotzdem so „Dunschtig“ dass die fantastische Fernsicht in die Alpen nicht ganz so rüber kam, wie von der Organisatorin erhofft.
Ein Teil machte es sich auf der Aussichtsbank bequem, der Eine setzte sich auf den Gemeindegrenzstein und die anderen auf Wurzelstöcke oder dergleichen und machten Mittagsrast mit leckerer Verpflegung aus dem Rucksack. Es wurde geplaudert, gelacht, gegessen, getrunken und immer wieder schweifte der Blick in die verschleierte Ferne.

Viel zu schnell ging die Mittagspause rum und schon ging es wieder bergab nach Unterschlatt. Dort gibt es sogar ein tolles Freibad. Wie gerne wären wir da rein gesprungen um uns etwas abzukühlen. Die Möglichkeit dort einzukehren wollten wir nicht nutzen, lag doch unser Picknick gerade mal eine Viertelstunde hinter uns. Na dann, vorwärts Marsch!

Ab in den Wald und ins Bäntal und immer schön dem Bach entlang. Manche sehen vor lauter Wald die Bäume nicht, darum war der Tipp nicht schlecht, die schönen geraden hochgewachsenen Bäume zu bestaunen. Eine steile Treppe hinunter und wir standen vor der 1. Sehenswürdigkeit: Ein kleiner Wasserfall!
Kurt erfrischt sich am Wasserfall Die Fitleten mussten natürlich schauen, was hinter dem Wasserfall liegt. Gesehen haben wir nichts, was die anderen nicht auch gesehen haben, aber es spritzten herrlich erfrischende Tropfen auf uns. So mancher wäre nun gerne unter den Wasserfall gestanden, aber ohne Badehose?
Der erfrischende Wasserfall Jedenfalls muss man sich dieses Plätzchen in Erinnerung halten, da es auch eine Feuerstelle mit Tisch und Sitzgelegenheit hat. Schöner bräteln geht fast nicht mehr.

Die Tü:fels Chilen Nach dem hier auch Pilze, die aus dem Baum wuchsen, bestaunt waren, ging es weiter. Schliesslich wartete noch die Sehenswürdigkeit Nr. 2 auf uns: Die Tüfels Chilen. Echt faszinierend, wie da das Quellwasser runter plätschert. Drei böse Jungs mussten natürlich dort emporsteigen. Wie auf der verlinkten Seite zu lesen ist, handelt es sich um ein Naturschutzgebiet – betreten verboten!
Doch was nicht erlaubt ist, macht natürlich um so mehr Spass und die gefüllte Trinkflasche löschte den Durst mit erfrischend kühlem Wasser. Kurt erobert die Tüfels Chilen

Der schöne H&ooml;henweg Weiter ging es nun wieder nach Kollbrunn über einen tollen „Wurzel-Höhen-Weg“. Links sieht man die geteerte Strasse und rechts hört man die Kuhglocken von der Weide. Einfach toll, wir sind im Wald, haben Schatten und spüren gar nicht, wie heiss es an der Sonne ist. Dies merkten wir, als wir zum Wald rauskamen und wieder in Kollbrunn angelangten. Rast bei den Tüfels Chilen
Auf die Uhr geschaut und festgestellt, es bleibt noch genug Zeit um im Restaurant Frohsinn einzukehren. Ein Bier, ein Coup oder was auch immer, danach hatten wir nun Lust. Die Wirtsleute schienen aber nicht mit dem LAZN gerechnet zu haben, kamen doch die Glacekugeln sehr spät, ja so spät, dass es schon knapp wurde, den Zug noch zu erwischen. Zum Glück war Dani mit dem Auto da und hatte noch ein/zwei freie Plätze. So konnten sie den Coup geniessen und mit ihm nach Hause fahren, während die anderen mit dem Thurbo zurück nach Winterthur pendelten, dort den Zug nach Oerlikon nahmen und sich dann auch in verschiedene Richtungen auflösten.

So endet unsere Geschichte vom gemeinsamen Wanderausflug und wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder Einen gibt und dann noch mehr Mitglieder teilnehmen.

Text: Roger
Fotos: Willi und Isabelle