Einen Wanderkaffee – bitte!

Warum läutet denn heute Sonntag der Wecker so früh? Das haben sich am 6. März 15 Fitnessler und Fitnesslerinnen sicher gedacht. Roger von den Fitleten ging es sicher auch so, nur Mary musste nicht so früh aufstehen, denn sie kam direkt von der Arbeit. Hut ab! Willi besorgte für alle des LA die Startkarten. Diese muss man jeweils bei den Kontrollposten stempeln lassen, als Beweis, dass man auch auf der Strecke war.

LAZNer im WaldSo machten sich die 16 Mitglieder des LAZN so gegen 9.10 Uhr auf den Weg, um an der Volkswanderung teilzunehmen. Der Start war wie immer beim Gemeinschaftszentrum (GZ) Affoltern. Wir waren uns einig, die 11 km Route zu absolvieren. Es braucht ja auch noch Kraft um zum «Tratschen» auf dem ganzen Weg, und das kann sehr anstrengend sein, darf aber nicht fehlen.

Bei Nebel starteten wir durchs Unterdorf Richtung Katzensee. Auf der Seite der Wehntalerstrasse ging es dem ganzen See entlang und weiter Richtung Watt. Nach 4.5 km gelangten wir zur ersten Postenkontrolle. Ach waren wir froh, es war auch gleich eine Verpflegungsstelle. So kamen wir zu einem Kaffee crème, oder nein, da hatte es doch noch einige, die hatten noch etwas Rahm oben drauf. Ah ja, das war ein Wanderkaffee … Aber da war doch noch etwas, wir waren ja zum Wandern unterwegs und nicht zum gemütlichen Höck.

So machten wir uns nach einer guten halben Stunde wieder auf den Weg. Als wir gut gelaunt Richtung Rümlangerwald weiter marschierten, kam die nächste Belohnung, die Sonne. Es wurde auch gleich wärmer und so liefen wir, noch besser gelaunt, weiter immer schön den Bändern nach, die uns die ganze Strecke entlang beglei-teten. Es lief alles sehr gut, die Beine und auch unsere Mundwerke waren voll aktiv. Bis wir zum nächsten Kontrollpunkt kamen, nach etwa 7 km. Es war eine sogenannte Selbstkontrolle. Eigentlich hätten ja nicht alle nach dem Kaffee weiter gehen müssen. An der Kontrollstelle war ja nur ein einziges Stempelkissen und auch nur ein Stempel. Es hätte also gereicht, wenn nur … Nein, nein - böse Gedanken. Wären diejenigen nicht weiter gelaufen, die den Wanderkaffee tranken, hätten sie eventuell nie mehr ins GZ gefunden, weil es ja sicher nicht bei dem einen geblieben.

Schliesslich kamen wir mit jedem Schritt unserem Ziel dem GZ Affoltern näher. Es wurde auch schon wieder diskutiert und spekuliert: «Gewinnen wir wieder einen Speck?» Das heisst wir müssten mindestens den zweiten Platz machen. «Oder reicht es gar für den ersten Platz?» Um das Geheimnis zu lösen mussten wir das Ziel erreichen und alle Karten abge-ben.

Gemütlicher Höck beim WanderkafiDie fröhliche Gruppe traf gegen 12 Uhr im GZ ein. Schnell waren wir uns einig, dass man die tüchtigen Organisatoren der Hollandmarschgruppe unterstützen sollte. Und so sassen wir wieder im Restaurant und tranken auf unsere Leistung. Beim gemütlichen Höck stiess rasch Ernst zu uns. Er teilte uns mit, dass er in Kürze noch mit 7 Personen startet, und dass er schon am Samstag für den LAZN mit einer Gruppe unterwegs war. Also sollte es doch sicher zum zweiten Platz oder eventuell zum ersten. Das Geheimnis wurde gegen 17 Uhr gelüftet, denn bis zu diesem Zeitpunkt mussten alle Karten abgegeben sein.

So lange wollten wir nun doch nicht sitzen bleiben. Das wäre sicher auch nicht gut gegangen, denn im GZ gab es auch noch Wein und Wanderkaffee. So machte sich jeder Wanderer auf den Heimweg und konnte den Nachmittag geniessen, denn alle hatten ja schon eine tolle sportliche Leistung vollbracht.

Am Abend bekam ich die freudige Mitteilung von Willi. Der LAZN war mit 28 Teilnehmern die grösste Gruppe. Aber, es reichte trotzdem «nur» zum zweiten Platz, denn die Zunft zur Waid kam zwar nur mit 27 Teilnehmern, doch hatten diese mehr Kilometer zurück gelegt. Das heisst viele von ihnen hatten die grosse Tour gemacht und die war 21 km lang. Dafür war unser Mundwerk zu jedem Zeitpunkt auch aktiv und das ist doch auch wichtig. Ob Gold oder «nur» Silber – ist doch egal, eine Seite Speck ist gewonnen, und wir können diese am Freitag, 8. April nach einer vorausgehenden etwas kürzeren Wanderung im «Büsi» geniessen.

Langgezogene LAZNer-Gruppe

Eines noch: Nebst uns waren auch noch andere unterwegs auf den drei Strecken, die abgesteckt waren. Im ganzen legten 588 Teil-nehmerinnen und Teilnehmer 4921 Kilometer zurück, wir vom LA gut 300. Es ist einfach toll, dass man noch so etwas auf die Beine stellen kann. Und wer weiss, vielleicht reicht es für uns nächstes Jahr zum ersten Platz. Man muss ja nicht weiter laufen, es müssten einfach noch einige Aktiv- oder Passivmitglieder den Wecker richten und um 9 Uhr im GZ bereit stehen. Sooo früh ist das ja auch wieder nicht … Also tschüss, eine gute Zeit und eben im nächsten Jahr beim Volksmarsch.

Text: Elsbeth Egger