Winterstimmung und unprogrammierbare Billettautomaten

Angesagt war am 13. Dezember ein Skitag in den Flumserbergen, aber dann zwang uns die unsichere Wetterprognose zu einer Programmänderung. Zum Glück für die Langschläfer, denn das Alternativprogramm liess uns erst um 09.20 Uhr beim HB Zürich besammeln. Während Reto sich noch mit dem telefonischen Help Desk der VBZ herumschlug (der neue ZVV Automat lässt kein Lösen der Albis Tageskarte zu), trafen Nelli, Susanne, Bruno, Elisabeth und Willi ein. Gemeinsam bestiegen wir die Sihltalbahn S4 und fuhren bis nach Adliswil, von dort ging es weiter mit den neuen Gondeln der Felseneggbahn auf die Felsenegg.

Oben auf dem Berg empfing uns kalter Wind und Schnee. Die Landschaft war verzaubert mit verschneiten Tannen und der Schnee knirschte unter den Schuhen. Eiskristalle überall. Dicke Wolken lösten sich immer wieder ab mit den vereinzelt durchdringenden Sonnenstrahlen. Die Fernsicht auf Zürich war gut, ein Teil der Stadt im Wolkenvorhang und der andere Teil, das Seefeld, erschien im Glanze der Sonne. Gemütlich wanderten wir Richtung Uetliberg, alleine als Gruppe durch die wunderbare Landschaft des «Zürcher Höhenweges», weiter oben auch Planetenweg genannt. Die Magie der wilden und schö:nen Natur liess uns die Zeit mühelos verstreichen. In der Ferne grüsste manchmal der Säntis.

Nach fast zwei Stunden Wanderung erreichten wir das Restaurant Uto Kulm auf dem Uetliberg. Wir liessen es uns im Restaurant gut ergehen, gutes Essen mit (teurem!) Wein, aber der Dessert, ich sage es Euch, ein Traum... und die Serviertochter bediente uns äusserst gut. Der Schreibende war geradezu bezirzt von der Berliner Herzlichkeit.

Frisch gestärkt und mit dem guten Dessert im Bauch ging es zu Fuss weiter. Und weil uns die Wanderung so gut gefiel, ging es gar zu Fuss weiter bis zum Triemli. Auf dem Wege dorthin hatte es immer weniger Schnee bis uns wieder das apere Zürich empfing. Müde, aber voll Erlebnissen, traten wir vom Triemli aus mit dem 80er Bus den Heimweg an. Den Organisatoren dieses Anlasses ein herzliches und dickes Dankeschön!

NB: Der Schreibende erhielt übrigens am Nachmittag ein Telefon des VBZ Help Desks, dass der VVZ-Automat im HB Zürich von der SBB programmiert und gewartet werde, daher erhält die SBB von der VBZ den Auftrag den Automat auch auf Albis Tageskarte zu programmieren. Nun denn, gut Ding braucht eine Weile...

Text: Reto Vogelbacher
Fotos: Fotograf, bitte melden!

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