«Im Engadin könnte es nicht schöner sein ...»

... stellt eine Kollegin auf dem verschneiten Waldweg im Unterholz oberhalb der Ziegelhütte fest. 18 Fitnessler/innen sind unterwegs zum Jahresendessen. Bevor sie dieses geniessen dürfen, wird eine sportliche Leistung vorausgesetzt. Diesmal ein nächtlicher Spaziergang vom Milchbuck aus via Irchel, Unterholz zur Ziegelhütte. Tatsächlich durchquert die mit Halstuch und Handschuhen ausgerüstete Schar, einige mit brennenden Fackeln, einen Wald wie im winterlichen Märchenreich. Der Schnee knirscht unter den Schuhen, Glitzerschnee schmückt die Äste der Bäume, und das Rauschen des Wassers im noch nicht ganz zugefrorenen Bach bildet eine angenehme Geräuschkulisse, die lediglich ab und zu vom Lachen der gut gelaunten Fitnessler/innen unterbrochen wird. selbstgebastelter Stern

Schliesslich erreicht die Gesellschaft die Ziegelhütte. Die Tische sind reserviert und schön dekoriert. Am runden Tisch nehmen jene Platz, die sich für den Genuss eines Fondues entschieden haben. Dort sitzen bereits Rekonvaleszent Bruno und Silvia bei einem Glas Mineralwasser. Bald haben sich alle eingerichtet. Edle Tropfen werden bestellt und «zum Wohl» angestossen. Ob beim Käse Fondue klassisch, beim Cordon-Bleu mit Gemüse und Pommes oder beim Kalbs-Geschnetzelten mit Rösti, überall geniesst man das Mahl mit gutem Appetit. Zum Dessert taucht auch noch Hans auf. Da und dort werden Meringues mit Rahm serviert, Sorbertkugeln oder auch einen Kafi avec.

Etwas (zu) laut und zu eintönig empfinden die meisten das Handörgeler-Duo. Bald verzieht es sich jedoch in andere Räume, und man muss einander nicht mehr gegenseitig anschreien, um sich zu verstehen. Nicht alle machen sich gleichzeitig (zu Fuss und mit dem Bus) auf den Heimweg. Einige haben noch etwas Sitzleder. Aber zufrieden über den gelungenen Schlusshock sind alle, und ein sportliches Dankeschön verdienen die Organisatorinnen Elsbeth und Nelli.

Text: Willi
Bild: Roger